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Konzeptvergabe ermöglicht sozialgerechte, ökologische und qualitätsvolle Stadtentwicklung

Als Bündnisgrüne freuen wir uns sehr über die endlich beschlossene Konzeptvergabe. Dieses Thema begleitet uns schon seit einigen Jahren. So hatten wir in der letzten Legislatur, gemeinsam als RRG-Bündnis, immer wieder die Konzeptvergabe eingefordert. 2018 schließlich hat der Stadtrat dem RRG-Vorschlag (Drucksache 2465/18) gegen die Stimmen der CDU-Fraktion zugestimmt und die Stadtverwaltung beauftragt, eine entsprechende Vergaberichtlinie zu entwickeln. Diese wurde nun am 11.11.2020 beschlossen.

Nicht der Höchstbietende erhält den Zuschlag, sondern derjenige mit dem besten Konzept. So können jetzt auch integrative Wohnformen, Mehrgenerationen-Wohnen oder Wohngruppenmodelle zum Zuge kommen. Die Konzeptvergabe sehen wir als einen wichtigen Baustein einer sozialgerechten und qualitätsvollen Stadtentwicklung. Als Stadt gewinnen wir künftig dadurch lebendige, bunte Quartiere und sozial gerechte Wohnprojekte. So haben jetzt auch kleinere Genossenschaften oder gemeinschaftliche Baugruppen die Chance auf einen Zuschlag.

Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN im Erfurter Stadtrat: „In Zeiten wachsender Städte wird Wohnraumpolitik zum zentralen Steuerungselement einer sozial gerechten und nachhaltigen Stadtentwicklung. Mit der nun beschlossenen Konzeptvergabe ist die Grundlage geschaffen, dass die Stadt ihre eigenen Immobilien oder Baugrundstücke nicht in erster Linie an den Höchstbietenden vergeben darf, sondern vielmehr ein innovatives, soziales Konzept über die Vergabe entscheiden sollte. Dabei sind auch wichtige Nachhaltigkeitsaspekte bedacht, wie bspw. das Bauen mit ökologischen Baustoffen, das Energiekonzept oder ein von uns immer wieder eingefordertes alternatives Mobilitätskonzept.“

„Die Stadt macht damit einen wichtigen Schritt, um Wohnraum und Bauland ökologisch und sozialverträglich zu vergeben. Gleichzeitig kann ambitionierte Wohnraumpolitik nicht bei städtischen Flächen aufhören. Die Landeshauptstadt muss, angesichts des Bedarfes an Neubau mehr denn je, soziale und ökologische Aspekte im Bebauungsplan-Verfahren durchsetzen. Vorschläge der Grünen Fraktion dazu fanden in der Vergangenheit keine Mehrheit, deshalb liegt der Ball jetzt bei den anderen Fraktionen. Was wir nicht wollen können ist bei weiterer Segregation und klimaunfreundlichen Bauvorhaben nur zuzugucken“, ergänzt Jasper Robeck, wohnungspolitscher Sprecher der Erfurter Stadtratsfraktion.

Die Ressource Wohnraum wird zusehends knapp und teuer. Mit der Konzeptvergabe können wir nun strategische Entscheidungen treffen und Prioritäten setzen für die Schaffung nutzungsgemischter, urbaner Quartiere mit hoher städtebaulicher und architektonischer Qualität, und für die Umsetzung nachhaltiger, sozialer, ökologischer und ökonomischer Standards.

V.i.S.d.P.:  Tely Büchner (0361 655 2030)

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