Astrid Rothe-Beinlich begrüßt Planungssicherheit und regt höhere Bundesbeteiligung an
Für die größte Kulturinstitution Thüringens, zugleich die zweitgrößte Kulturinstitution der Bundesrepublik, die Klassik Stiftung Weimar, ist der Vertrag zur weiteren Finanzierung bis 2021 unterzeichnet worden.
Damit stellen im Jahr 2018 Bund und Land zusammen eine Million Euro mehr für die Stiftung zur Verfügung, nunmehr 23,18 Mio Euro, 2019 und 2020 wird diese Summe um jeweils eine Million steigen. Der Anteil der Stadt Weimar wird weiterhin 2,045 Mio. betragen. Darüber hinaus sollen weitere gut 2,1 Mio. Euro, paritätisch von Land und Bund finanziert, für Baumaßnahmen zur Verfügung stehen.
Dazu erklärt Astrid Rothe-Beinlich, Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/DIE GRÜNEN:
„Um das Abkommen ist monatelang gerungen worden, galt es doch, verschiedene Interessen von Stiftung, Bund, Land und Stadt Weimar in ein gemeinsames Papier zu fassen. So musste sich die Stiftung 2017 mit einer einjährigen Verlängerung der (alten) Finanzierungsvereinbarung behelfen. Ich begrüße sehr, dass die langen Verhandlungen nun endlich zu einem tragfähigen Abschluss gefunden haben, der vor allem Planungssicherheit bringt.„
Der Weimarer Stadtrat hatte dem Vertrag bereits im Oktober mehrheitlich zugestimmt. Parallel wurde der Kulturstadtvertrag zwischen Stadt und Land bestätigt. „Mit dem Kulturstadtvertrag wurde auch die besondere Bedeutung Weimars für Thüringen und die Anerkennung der daraus resultierenden finanziellen Leistungen der Stadt durch das Land festgeschrieben. Dies erleichterte dem Weimarer Stadtrat die Zustimmung zum Vertrag für die weitere Finanzierung der Klassik Stiftung.„
„Ich erinnere auch daran,“ fährt Rothe-Beinlich fort, „dass sowohl der Landtag als auch der Weimarer Stadtrat eine höhere Beteiligung des Bundes eingefordert haben. Unser gemeinsames Verhandlungsziel für den nächsten Finanzierungsvertrag sollte daher eine Beteiligung des Bundes an der Klassik Stiftung analog derjenigen bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sein – hier übernimmt der Bund 75 Prozent der laufenden Kosten und den kompletten Bauhaushalt der Stiftung.„
Die Klassik Stiftung bekommt mit der Finanzierungsvereinbarung von Seiten der Zuwendungsgeber die notwendige Rückendeckung, um mit der Umsetzung ihres „Kosmos Weimar“ fortzufahren. Die beginnende Sanierung des Weimarer Stadtschlosses und die Fertigstellung des neuen Bauhausmuseums stehen aktuell ganz oben auf der Liste. „Die Klassik Stiftung sollte ihrerseits nun Planungssicherheit signalisieren und die Irritationen um das neue Bauhausmuseum ausräumen. Eine pünktliche Fertigstellung des Museums mit einer fertigen Fassade hat oberste Priorität.„
veröffentlicht am 19.02.2018
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